Island 2017 – Tag 27 Héraðssandur

Mittwoch 19.07.2017 Flagge

Campingplatz Eskifjörður

Heute ist also mein letzter Tag auf Island morgen geht die Fährte von Seyðisfjörður zurück nach Tórshavn auf den Färöer Inseln. Ich habe viel Zeit und unterhalte mich noch mit einen deutschen Motorradfahrer. Er ist vor ein paar Tagen unter sein umgekipptes Motorrad gekommen und hat jetzt ein paar Probleme mit seinem Fuß. So etwas ist mir zum Glück erspart geblieben. Gestern Abend habe ich auch noch die Tenere vom Holländer auf dem Parkplatz gesehen den ich vor ein paar Tagen getroffen hatte. Von ihm fehlt jede Spur. Das Moped scheint total verweist. Auch heute Morgen keine Spur von ihm. Ich habe noch ein Teil von seiner GoPro das er am letzten Camping hat liegen lassen. Ob da was passiert ist? Heute möchte ich mir den Strand Héraðssandur näher anschauen. Der Strand liegt ganz im Osten und da erwarten mich auch noch ein paar schöne Schotterstraßen 😉

Galtastaðir Turf House

Ich fahre zunächst am Fluß Lagarfljót auf dem Hróarstunguvegur/925 entlang. Eine schöne Schotterstraße die mich zu den Galtastaðir Turf Houses bringen soll. Bei der tollen Landschaft muss ich öfters anhalten und das Ganze genießen, schließlich ist es mein letzter Tag auf Island. Es geht weiter auf die 927 und nach wenigen Metern dann ab zu den Torf Häusern. Das Wetter ist gut aber der Wind ist recht stark. Es sind nach der Abzweigung nur knapp 2 km aber die haben es in sich. Der Weg ist schlecht mit sehr groben Schotter und kann nur im stehen befahren werden. Der Wind versucht mich ständig von der Straße zu blasen. An einem Gatter ist erst mal Schluss. Ein Schild klärt mich auf das die Farm 2017 renoviert wird und für Besucher geschlossen ist. Na super, das ganze abmühen auf den letzten Metern umsonst. Die Schafe die um mich herumstehen denken sich auch ihren Teil.

Seehunde bei Húsey

Bis zum Héraðssandur Strand sind es noch knapp 35km. Ich fahre die Húsey/926 in Richtung Norden. Die Straße ist ok und recht gut befahrbar. Der Wind kommt von hinten und ich denke öfters darüber nach das ich die ganze Strecke irgendwann wieder zurück muss und da kommt der Wind dann von schräg vorne. Das wird bestimmt wieder lustig. An einem kleine Parkplatz, direkt am Ufer, halte ich an und schaue mich um. Auf der anderen Flussseite tobt ein Sandsturm. Ok da ist es hier 500m entfernt doch angenehmer. Im Fluss selbst sind einige Sandbänke und ich sehe es nicht direkt aber nach einigen Minuten merke ich das sich die Steine bewegen. Nanu denke ich, was ist da los. Seehunde, ich sehe eine Kolonie Seehunde etwa 5km Landeinwärts am Fluss. Damit hätte ich nie gerechnet. Am letzten Tag bin ich also doch noch fündig geworden. Ich verweile länger als eine Stunde und beobachte und fotografiere die Tiere. Jetzt wo ich sie gesehen habe merke ich das im ganzen Fluss immer wieder Tiere auftauchen und mit den Wellen spielen. Ein tolle Erlebnis.

 

Héraðssandur

Ich fahre weiter Richtung Héraðssandur Strand aber als es um die Ecke geht bekomme ich den Wind sehr stark von der Seite. Es fährt sich wie auf Eiern. Es ist zwar nicht mehr weit aber nachdem ich die Seehunde gesehen habe hatte der Strand Héraðssandur irgendwie seinen Reiz verloren. Ich beschließe umzudrehen. Der Rückweg nach Eskifjörður war wie erwartet die ersten 20km harte Arbeit. Der Wind bläst ordentlich und ich muss auf die Straße achten. Danach war alles recht einfach und in Eskifjörður war der Wind dann wieder vorbei.

 

Eskifjörður

Als ich durch den Ort fahre sehe ich in einer Seitenstraße die Tenere des Holländers stehen. Ich drehe und fahre zurück. Niemand zu sehen, ich gehe in das angrenzende Büro und frage die Dame an der Rezeption wo der Fahrer ist. Sie meinte der ist in der Stadt und kommt erst später zurück. Die Tenere hat Elektrik Probleme und wird per Spedition nach Hause gebracht. Das ist schade, ich gebe der Dame das Teil von der Kamera mit der Bitte es dem Holländer zu geben. Ja so kann es auch gehen, der Junge hatte eh nur eine Woche und selbst die muss er nun abbrechen. Zurück am Camping treffe ich Hartmut, er ist heute Richtung Kárahnjúkar-Kraftwerk gefahren und hatte wie ich Gestern Wind und Kälteprobleme. Später gehen wir einen Kaffee trinken und Hartmut holt sich ein Stück Kuchen für 10, – EUR 😉 Am Abend teilen wir uns ein paar Fischfrikadellen und lassen den Tag mit einem Whisky ausklingen. Es ist kalt geworden, also ab ins Zelt.

volle Distanz: 135.92 km

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