Island 2017 – Tag 22 Von Hamragardar zum Vatnajökull

Freitag 14.07.2017 Flagge

Wasserfall Skogafoss

Die Wetteraussichten für heute sind nicht gut. Frühmorgens ist es noch trocken aber bereits in zwei Stunden kommt der Regen. Ich sehe also zu das ich im trockenen losfahre. Gleich um die Ecke ist der Wasserfall Skogafoss. Dieser liegt direkt auf dem Campingplatz Skógar Campsite. Als ich vorfahre liegen die meisten noch in Ihren Zelten. Als ich fünf Minuten später wieder vom Hof rolle dürfte der Großteil der Camper dann wach sein 😉 Der Wasserfall selbst ist einen Besuch wert und macht was her. Sehr breit und hoch stürzt er sich über die Klippe hinunter in den kleine Bach begleitet von einer fetten Gischtwolke.

Solheimajökull Gletscherzunge

Ich fahre weiter auf der Ringstraße Richting Osten. Es hat früher als erwartet angefangen zu regnen. Von weitem sehe ich schon die Solheimajökull Gletscherzunge die gerade von der Sonne angestrahlt wird. Ein tolles Bild. Als ich am Parkplatz der Solheimajökull Gletscherzunge ankomme regnet es hier leider auch. Vom Parkplatz sind es gut 800m bis zur Solheimajökull Gletscherzunge. Bei den heutigen Temperaturen ist das in Motorradsachen kein Problem. Im Gegenteil mir wird bei der kleinen Wanderung langsam wieder warm. Ich bin der einzige der heute so früh den Weg zur Gletscherzunge gefunden hat. Immer wieder höre ich das Eis knacken, abbrechen und ins Wasser stürzen. Den Gletscher selbst werde ich nicht betreten. Ohne Führer sind solche Aktionen nicht zu empfehlen und alleine schon mal gar nicht. So genieße ich die Eindrücke etwas aus der Ferne. Aber dennoch war die Solheimajökull Gletscherzunge ein tolles Erlebnis.

 

Dyrhólaey

Es regnet mittlerweile sehr stark. Das Flugzeugwrack von Sólheimasandur muss ich leider streichen. Das macht bei dem Wetter keinen Sinn. Kurz darauf verpasse ich die Abzweigung auf die 218 nach Dyrhólaey. Also wieder drehen und zurück. Dyrhólaey selbst liegt im dicken Regen. Die Kamera habe ich in einen Plastiktüte eingepackt nur das Objektiv schaut heraus. Ich kann aber kam Bilder machen weil immer wieder Regentropfen auf das Objektiv kommen. Zudem ist Wind aufgekommen. Hoch zum Leuchtturm kann ich leider nicht fahren. Der Schotter hoch zum Turm sieht etwas grober aus und die Crossbrille ist derart beschlagen das ich den Weg nur erahnen kann. Das ist zu gefährlich bei diesen Gegebenheiten.

Steinmännchenfeld Laufskálavarða

Es ist heute wirklich kein Spaß Motorrad zu fahren. Es regnet heftig, hat starken Wind und die Temperaturen liegen um die 6 Grad. Mit Sommerhandschuhe und ohne Griffheizung kann ich so immer nur ca. 50km fahren. Dann muss ich anhalten um mich aufzuwärmen. Die Handschuhe auf den Motor und die Hände auf den Hinterreifen, das gibt ein wenig Wärme. Aber es gibt immer noch Leute die sind übler dran als ich. Hier im Süden sehe ich viele Fahrradfahrer die voll bepackt den Elementen trotzen. Für die Radler ist der Gegenwind bestimmt die Hölle denke ich so bei mir wenn mal wieder einer entgegenkommt. Ich Grüße Sie dann freundlich und gebe ihm einen Daumen hoch. Ja mit denen möchte ich jetzt nicht tauschen. Ich halte am Steinmännchenfeld Laufskálavarða. Hier kann jeder sein Steinmännchen bauen, der Sage nach heißt es es bringe Reisenden Glück auf Ihrem Weg.

Fjadrargljufur Canyon

Am Fjadrargljufur Canyon verweile ich einige Zeit. Es regnet sehr stark und ich muss Kräfte sammeln. Der Fjadrargljufur Canyon sieht Klasse aus. Es gibt Wanderwege die oberhalb des Canyon entlang führen. Aber man kann auch ein Stück am Bach in den Canyon hineingehen. Das ist wirklich eine tolle Attraktion und bei schönem Wetter kann man hier sicher einige Stunden verbringen.

 

Skeiðarársandur und Gigjukvisl Bridge Memorial

Mein Weg führt mich zur Skeiðarársandur Schwemmlandebene. Eine riesige Ebene welche von unzähligen Flüssen durchzogen ist und das bedeutendste Hindernis beim Bau der Ringstraße war. Die Ebene ist riesig und über 50km lang. Das Wetter verlangt mir alles ab und es gibt kam Möglichkeiten zum anhalten und verschnaufen. Deshalb bin ich froh als das Gigjukvisl Bridge Memorial in Sicht kommt. Am Parkplatz angekommen hört es endlich auf zu regnen. Das Denkmal ist ein alter verbogener Stahl Brückenträger. Die Eruptionen des Vulkans Gjálp im Jahre 1996 haben eine derartige Flutwelle mit Eisblöcken ausgelöst des der Fluss Gigjukvisl die gesamte 906m lange Brücke weggerissen hat. Wenn man diesen Stahlträger betrachtet kann man sich in etwa vorstellen was damals für Kräfte gewütet haben.

Campingplatz Skaftafell

Zirka 2km vom Denkmal entfernt liegt der Campingplatz Skaftafell den ich mir für die Nacht ausgesucht habe. Direkt am Gletscher Vatnajökull, Islands größtem Gletscher, gelegen ist es zugleich auch meine teuerste Übernachtung in Island. Für das Zelt zahle ich 18,- EUR für die Dusche ca. 5,- EUR. Ich baue das Zelt auf haue mich direkt mal in den Schlafsack um wieder warm zu werden. Sobald man im Zelt ist sind die Temperaturen angenehm und man ist recht schnell wieder warm und gut drauf. Überhaupt darf man sich von dem schlechten Wetter nicht unterkriegen lassen und muss es so nehmen wie es kommt. Nach Regen kommt bekanntlich Sonnenschein und was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, heute war der letzte Regentag auf meiner Islandreise 😉

 

Svartifoss

Am Abend mache ich noch eine kleine Wanderung zum Svartifoss dem schwarzen Wasserfall. Auf halber Strecke merke ich das die Akkus von der Kamera leer sind 🙁 also wieder zurück und neue holen. Ich hatte mich vor der Reise mit 2 Ersatzakkus eingedeckt weil die A6000 doch einen großen Stromverbrauch hat. Nur mitnehmen muss man die dann halt auch. Ok nutze ich die Zeit der Wanderung und rufe meine liebe Frau Zuhause an. Das Roaming ist seit ein paar Wochen abgeschafft und so ist ein Gespräch in die Heimat nicht wirklich teuer. Der Wasserfall ist Klasse, eingebettet in schwarze Basaltsäulen stürzt er in die Tiefe. Leider ist das Wetter für wirklich aufregende Fotos nicht so gut aber der Wasserfall ist auch so ein Highlight auf meiner Islandreise.

volle Distanz: 229.18 km

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