Island 2017 – Tag 4 Vágar/Färöer

Montag 26.06.2017  Färöer Flagge

Camping Tórshavn

Die Nacht war nur kurz. Wie immer bin ich einer der ersten der aus dem Zelt gekrochen kommt. Es ist trocken und hat ca. 10 Grad aber ist windstill. Sehr angenehm und ich frühstücke draußen obwohl der Campingplatz Tórshavn eine gute Küche und einen großen Aufenthaltsraum hat. Ich halte mich nicht lange auf, ich will endlich losfahren. Die letzten Tage auf der Fähre, da war nicht viel mit Moped fahren 😉

Auf Vágar

Nach Vágar gelangt man durch einen Tunnel der mautpflichtig ist. Ich habe gelesen das man an jeder Tankstelle ein Ticket bekommen kann. Also los zur nächsten Tanke. Die Verständigung ist nicht einfach, englisch Fehlanzeige. Das Mädel weiß nicht was ich will und schickt mich zum nächsten Postamt. Ich fahre aber zur nächsten Tankstelle. Ok, die Verständigung ist auch hier nicht ganz einfach aber man weiß dann was ich will. Ich bekomme zwar kein Ticket aber muss genau festhalten wann ich wo durch welchen Tunnel fahre. Eigentlich wollte ich ja nach Vágar noch weiter in den Osten Richtung Klaksvík. Dort ist auch noch ein mautpflichtiger Tunnel. Was weiß ich wann und ob ich am zweiten Tunnel ankomme? Ich verstehe das System nicht, das Beste, nachher muss ich dann hier wieder in der Tankstelle vorbeikommen und bezahlen. Gut ich schau mir das mal an und entscheide dann was ich mache. Die Straße führt zunächst an der Küste von Streymoy, der größten Insel, entlang. Ich halte öfters um die Landschaft zu genießen und mache einige Bilder. Dann ab durch den Tunnel nach Vágar. Mein erstes Ziel ist der Wasserfall Múlafossur am Ende der Insel vor dem Ort Gáshólmur. Das Wetter ist super die Landschaft atemberaubend. Es geht durch einen kleinen Tunnel und auf der anderen Seite ändert sich das Wetter schlagartig. Es ist bedeckt und regnet leicht. Der Wasserfall ist Klasse, tief stürzt er ins Meer hinein.

Wanderung zum Leitisvatn

Vom Wasserfall fahre ich zum Leitisvatn oder auch Sørvágsvatn genannt. Das ist der größte Binnensee auf Vágar und den gesamten Färöer. Was ihn so spektakulär macht ist seine Lage 32 Meter über dem Meer und er endet quasi direkt am und über diesem. Der kleiner Bach Bøsdalaá geht vom See ab in den Atlantik. Bis ganz vorne an die Küste ist es eine kleine Wanderung über unwegsames Gelände, mit Motorradklamotten ist das nicht machbar. Also umziehen Kameraausrüstung gepackt und los geht’s. Es geht am Ufer des Leitisvatn vorbei. Immer wieder treffe ich auf Schafe die mich skeptisch begutachten. Das Wetter ist super, blauer Himmel und warm. Es ist schon wirklich spektakulär zu sehen wie der See über dem Meer hängt. Ich schieße ein paar schöne Bilder und mache mich dann wieder auf den Rückweg.

 

Trollzunge / Trøllkonufingur

Ich fahre noch weiter zur Trollzunge. Ein sagenumwobener Monolith an der Südküste von Vágar. Wirklich spektakulär war der Anblick jetzt nicht aber der Weg dahin und auch Vorort war nett. Es gab eine Bank wo man das Panorama genießen konnte. Klasse! Ich komme mit einem älteren Einheimischen ins Gespräch. Er kann gut englisch und meint zum Schluss ich soll allen sagen wie schön es hier ist. Gut dann mache ich das jetzt hier. Leute es war richtig geil auf Vágar und wer mit der Fähre bis Island durch fährt ist selber schuld!

Es ist schon spät geworden und bis nach Klaksvík mach das keinen Sinn mehr. Also fahre ich zurück nach Tórshavn und stelle mein Zelt dort wieder auf. Auf dem Platz treffe ich noch Martin, er ist in Rente und will mit dem Fahrrad 8 Wochen nach Island. Respekt! Und was war mit der Tunnelmaut? Da schlafe ich erst mal eine Nacht drüber und entscheide morgen 😉

 

 

volle Distanz: 125.54 km
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